GS Trophy Belgien 2015

Anfang September, 2015. Ein paar wackere Burschen treffen sich bei  Axel Funke, dem Geschäftsführer von Touratech Mitte,  vor seiner Filiale "Zweirad Norton" in Mömlingen (www.zweirad-norton.de).

Sie haben das gleiche Ziel...Belgien. Und zwar die belgische Version der BMW GS Trophy, mit dem Unterschied, dass BMW Belgien bisher nicht an der internationalen GS Trophy teilnimmt und die Trophy somit für internationale Fahrer offen ist. Gut, diese fahren dann zwar außerhalb der belgischen Wertung, dafür dann aber in einer eigenen internationalen, logisch. Aber nichts desto trotz, ein zwar noch sehr kleiner familiärer Event, der den anderen nationalen Trophys aber in keinster weise fahrerisch nachsteht. Teilweise waren die hier zu absolvierenden Fahrübungen sogar anspruchsvoller, mehr dazu aber gleich.

 

Wer sind denn nun die wackeren Burschen? Einer, und zwar der Organisator der "deutschen Anreise" und Papa des "Dirt Team Norton" war Axel Funke. Mit dabei ebenfalls Manuel Schad, auch bekannt von SWT-Sports (www.swt-sports.de) mit seiner 2-Ventiler GS im Eigenbau. Weiterhin Konrad Pielmeier, der Chef von BMW Motorrad mit seiner G450X, und weitere inklusive einer  von 2 angetretenen Damen -  der Elke.

 

 

Nachdem wir dann die "erste Challenge", das eigentliche Ziel zu finden meisterten, ging es an die Registrierung, Zeltaufbau und die techn. Fahrzeugabnahme. Eigentlich exakt wie in Niedereschach, nur waren wir erstaunt, dass außer uns paar Deutschen bis zum späteren Abend nur ca 30 andere Fahrer vor Ort waren.  Haben wir uns im Tag vertan?  Die falsche Trophy? Komisch. Aber nein, alles richtig. Insgesamt waren wir, Deutsche und Belgier, nur 58 Fahrer. Super!  Es war richtig gemütlich und familiär.

Zwar war die Verpflegung vor Ort eher spärlich im Vergleich zu Niedereschach, aber nun egal - muss ja nicht immer Schlachtfest sein. Fesches Halstuch , T-Shirt  etc gab es dennoch :-) Die finanzielle Unterstützung sieht hier aber auch ganz anders aus. In Belgien ist es nämlich so, dass das Ehepaar Lievens (Inhaber Touratech Belgien) den Event privat und selbstständig mit BMW vor Ort stemmt. Hier steht bis dato noch kein TT Deutschland oder BMW Motorrad Belgien oder ähnliche große Firmen mit auf dem Plan. Dies ist zwar das Ziel um ein Team BeLux für die internationale Trophy zulassen zu können, ebenso wie wohl bei den Holländern, jedoch dauert dies wohl noch einige Zeit. Aber vielleicht ist es gerade dieser Punkt, der den Event so familiär und interessant macht. Auf alle Fälle ist dies der Grund, dass wir hier noch teilnehmen können....sonst heisst es für eine Staatsbürgerschaft entscheiden :-)

 

Nachdem dann die Maschinen technisch abgenommen und Startnummern aufgeklebt wurden,  ging es mit einem Bierchen an die Planung der nächsten 2 Tage. Wir bildeten 3 Gruppen. Die erste mit den unerfahreneren bzw. gemütlicheren Fahren (allerdings stellte sich schnell heraus, dass hier keine extra Gruppe nötig war so gut wie die unterwegs waren), eine mit moderatem Tempo (in diese fügte ich mich dann ein) und die "Profis", bestehend aus bereits erfahrenen Trophy-Fahrern und Offroadern wie Manuel und Ralf.

Da ich meinen Laptop dabei hatte und quasi routenplanungstechnisch der frischeste war, durfte ich dann am PC die Punkte suchen und die Navis der anderen bespielen. :-)

Anfragen für Kurse gabs dann auch direkt. (Hierzu gibts auch ein paar Videos unter den Links).

 

Mit dem Wetter hatten wir wirklich bestes Glück, sowohl zum Fahren als auch zum Zelten. Mal ein leichter Regen am 2.Tag damit es auch im Gelände bissl mehr Spaß macht,  aber sonst Sonne.

Es gab, analog zu Deutschland, Geländefahrtaufgaben, allerdings mit 10 statt 6 Runden für die volle Punktzahl. Auch war es hier gefühlt anstrengender, da sich in den Abbauhalden mehr und tieferer Sand befand als im Schwarzwald.

Der Support auf den Geländestrecken durch ehrenamtliche Helfer war 1a, überall war sofort mindestens ein Paar Hände zur Stelle um zu helfen, aufzuheben oder aufwärts zu schieben. Auch die Chefin selbst, Anneliese war sich nicht zu schade für die "Drecksarbeiten". Eine richtige Enduristin :-)

Teils gut versteckte GPS-Koordinaten oder Wegpunktbeschreibungen im Grünen führten zum nächsten Punkt wenn man sich statt einzelner Navigationspunkte für das (zusätzliche) Abfahren der 4 "Roadbookstrecken" entschied. 

An den jeweiligen Zielpunkten angekommen gab es ausser den Steinbrüchen auch andere fahraktive Aufgaben wie einen kleine Trial-Parcour in einer Waldsenke und 2 Rundfahrten in  matschigen Rundkursen welche Helfer auf ihren privaten zugewucherten Waldstücken mit einem Bagger in tagelanger Arbeit schufen.

Ohne Bike galt es ebenfalls auch hier andere Aufgaben zu lösen. Zum Beispiel wurden in einem lichten Waldstück 60 Fragezettel zufällig numeriert an 60 Bäumen verteilt. Man wählte einen von 3 Fragebögen am Startpunkt aus und musste dann  20 Fragen mit seinen Nummern finden und beantworten. Dies war zeitintensiv und somit gleichzeitig planerisch mit seinem Tagesvorhaben abzuwägen. Denn sowohl auf der belgischen wie auch der deutschen Trophy war das geringste Gut die Zeit. 

In der Homebase galt es dann die Teamchallenge, eine F800GS ohne Abzusetzen über den Sprungparcour eines Reitplatzes zu tragen.Am Ende des 2 Fahrtages wurden dann nach einer Regenerationsphase, welche die Orga auch brauchte um die Finalisten auszuwerten in der nebenstehenden Reithalle das Finale ausgetragen. Respekt für die happigen Übungen. Alles möglichst ohne Bodenkontakt der Füße:

  • einhändig an fester Stange mit Standgas im Kreis fahren ohne Abzusetzen,
  • Wippe mit Motor abstellen und Neustarten vor dem Verlassen der Wippe ,
  • das Schieben einer riesen Kabeltrommel durch Tore,
  • Anfahren an einen Betonklotz mit Zurückfedern durch die Reifenkompression, Motor 2 Sekunden aus, Starten und zur Seite wegfahren (hat nur einer geschafft übrigens)
  • Reifen links und rechts versetzt entlang einer 10m Eisenstange
  • Autoreifen- und Holzbalkenrampe
  • Schwebebalken
  • Rinne fahren

Im Anschluss gab es dann die Siegerehrung, Bierchen, Feiern und am nächsten Tag ging es dann Heim. Lediglich die lange An-und Abfahrt von Gent bis in die Oberpfalz war lästig. Reifenschonend aber langsamer  im Transporter.

 

Glückwunsch nochmal allen Finalisten und Gewinnern!!!

 

Und? Auch Lust bekommen? Dann anmelden und mitfahren. Ich bin wieder dabei 2016.

 

GS Trophy Belgien 2016

Skandal!!! :-) kurzfristig wurde die Trophy in Belgien dann auf den Zeitraum 04.-07.05.2017 verschoben....schade!

Update Mai 2017: Abgesagt wegen mangelnder Teilnehmerzahlen....verdammt

update: 08.08.17

 

  • EnduroBoxer Tour Midnight Summer 2017, ich war dabei
  • Fahrsicherheitstraining mit der Polizei und der Motorradstreife
  • weitere Touren als gpx und roadbook im Downloadbereich (neu), Denzel 1-300
  • Fahren im Ausland, was ist anders (unter Nützliches)
  • Saisonstart, Tips zumausmotten
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