Verhalten im Strassenverkehr

Auch auf der Strasse gibt es neben den Regeln der StVO ein paar grundsätzliche Verhaltensregeln an die sich der Motorradfahrer halten sollte. Egal ob um in einer Gefahrensituation möglichst schnell und glimpflich dieser entkommen zu können oder entspannt und stressfrei seine Tour genießen zu können.

 

Routine: Fahrsicherheitstraining. Egal ob Beginner oder alter Hase, gerade nach den langen Winterpausen das Frühjahr mit einem Fahrsicherheitstraining beginnen. Dies hat nicht mit mangelndem Können zu tun. Allerdings schlafen Reflexe und Beweglichkeit so wie das Gefühl für das Bike über den Winter ein.

Aufmerksamkeit: nie anfangen zu träumen. Bleibt mit den Gedanken immer auf der Strasse voraus. Immer wieder mal überlegen "wenn ich jetzt ausweichen müsste, wohin würde ich fahren?" Dies schult die Sinne für potentielle Ausweichmanöver.

Fahrspur: nie mittig hinter dem Vordermann fahren. Wenn dieser bremst und mich zum Ausweichen zwingt muss ich erst entscheiden ob nach links oder rechts ausgewichen wird. Ein leicht versetztes Fahren zur vorderen Fahrzeugmitte lässt intuitiv auf diese Seite ausweichen.

Abstand:  oft fährt man mit dem Motorrad zu dicht auf. Für einen vorausfahrenden PKW verschwindet man somit oft in den Seitenspiegeln. Für Gegenverkehr ist man somit ebenfalls nicht erkennbar. Auch hinter einem Motorrad in der Gruppe immer genügend Abstand halten und versetzt fahren.

Blickführung:

- weit vorausschauend fahren.

- in die Kurven schauen

- nicht das Hindernis fixieren sondern die Ausweichstrecke anschauen

- ich fahre immer dorthin wo ich hinschaue

Gruppenfahrten: Dies bedarf Übung und einen gleichen Fahrstil. Vorher kurz Zeit nehmen und besprechen!

Gruppen nicht zu groß wählen. Max 8 Bikes. Sonst weitere Gruppe bilden (bei 8 Bikes und korrektem Abstand hat Gruppe bei Tempo 80km/h bereits eine Länge von über 300m!!!)

- Gruppen nach Fahrstil und Können einteilen. Nicht "ach den Schwächsten schleifen wir schon mit". Es entsteht sonst ein Zwang bei der Gruppe mithalten zu müssen und niemanden aufhalten zu wollen.

- Stets Hintermann im Spiegel behalten.

- Gruppenführer sollte die Strecke kennen. Dieser muss sich zwingend an StVO und Geschwindigkeiten halten und besonnen

  fahren. Überschreitungen potentieren sich weiter nach hinten zum Gruppenende. (Ziehharmonika-Effekt!)

- wenn möglich ersten und letzten Fahrer der Gruppe markieren, z.B. mit Leuchtweste.

- Strecke und Zwischentreffpunkte für den Fall des Zerreißens der Gruppe festlegen

- Fahrweise richtet sich nach dem schwächsten der Gruppe

- versetzt fahren

- vorgeschriebener Abstand sollte zum direkten Vordermann, nicht zum versetzt fahrenden Bike eingehalten werden. Wird allerdings toleriert.

- zu großer Abstand bei langsamer Gruppe bietet die gefährliche Möglichkeit von hinten überholende Fahrzeug einscheren zu lassen. Sollte dies der Fall sein das Fahrzeug nicht aus der Gruppe drängen sondern einfädeln lassen. 

- an Haltepunkten wie Stoppschildern warten bis die ganze Gruppe aufgeschlossen hat, erst dann abbiegen.

- keine zu sportlichen Überholmanöver im "Hoppingverfahren" mit der Gruppe um anschließend wieder anhalten zu müssen um auf Gruppenteilnehmer zu warten. Dies verunsichert und verärgert andere Verkehrsteilnehmer.

- Gruppenfahren erfordert höhere Konzentration und ist schwieriger als man denkt. Daher genügend Pausen bei langen Touren einlegen.

update: 01.10.17

 

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